Familientherapie

Konflikte und Streit gehören zum Familienleben dazu. Sie sind sogar ein wichtiges Element, das uns in Beziehungen ermöglicht, uns immer wieder aufs Neue aufeinander abzustimmen. Besonders häufig treten solche intensiven Auseinandersetzungen in Übergangsphasen auf. Zum Beispiel während des Ablösungsprozesses der Kinder von den Eltern, im Zusammenhang der Trennung der Eltern oder wenn eine Familie ein Mitglied durch einen Todesfall verliert. Auch die Geburt eines Kindes bzw. Geschwisters, ein Umzug oder der Stellenwechsel eines Familienmitglieds können ein einst vorhandenes Gleichgewicht stören.

Manchmal können Konflikte in der Familie in grossem Masse belasten und sich wie eine Endlosschleife anfühlen. Wiederholte misslungene Versuche, sich gegenseitig zu verstehen und einen Konsens zu finden, können die Familienmitglieder zur Verzweiflung bringen oder gar zu körperlichen oder psychischen Symptomen führen.

Fragen von Seiten der Eltern können folgendermassen lauten:

«Wie sollen wir uns als Eltern verhalten, wenn unsere Tochter/unser Sohn kifft oder andere Drogen konsumiert?»

«Wie können wir unser Kind dazu bringen, sich mehr für die Schule/Lehre und seine Zukunft einzusetzen?»

«Unser Sohn/unsere Tochter spielt den ganzen Tag am Computer oder schaut in sein/ihr Smartphone. Wann ist das nicht mehr normal?»

Fragen von Seiten der Kinder hingegen sind zum Beispiel:

«Weshalb können meine Eltern nicht einfach locker lassen und mir nicht immer in mein Leben reinreden?»

«Meine Eltern streiten sich ständig und ich bin dazwischen. Wie kann ich damit umgehen?»

Eine Familienberatung oder eine Familientherapie können in diesem Fall helfen, das gegenseitige Verständnis zu fördern, neue Perspektiven zu erkennen oder das konstruktive Austragen von Konflikten zu erlernen. Dabei geht es nicht darum, einen Schuldigen zu suchen und die Fehler einer Person zu entlarven, sondern eine Lösung zu suchen, die für alle passt. Dabei liegt der systemischen Arbeit stets eine ressourcenorientierte, auf Stärken gerichtete Haltung zugrunde. Es wird angenommen, dass jede Person in bestem Wissen und Gewissen handelt, selbst wenn dies von aussen betrachtet manchmal nur schwer nachzuvollziehen ist.

In einem ersten Familiengespräch haben immer alle Familienmitglieder die Möglichkeit, ihre Sicht der aktuellen Situation und der Schwierigkeiten darzulegen und alle Perspektiven werden gleichwertig behandelt. Dadurch soll Schritt für Schritt ein gegenseitiges Verständnis geschaffen werden, welches gleichzeitig hilft, einen Weg zu zeichnen, der allen entspricht.

Erstgespräch

Gerne können Sie sich zur Vereinbarung eines Termins direkt mit der passenden Therapeutin/mit dem passenden Therapeuten in Verbindung setzen.

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Bitte kontaktieren Sie einen Notfallpsychiater über das Ärztefon: 0800 33 66 55. Erreichbar von Montag 8.00 bis Freitag 18.00 Uhr.

An Wochenenden (Freitag, 18.00 bis Montag 8.00 Uhr) und allgemeinen Feiertagen wenden Sie sich bitte direkt an die Notfallpsychiatrie des Unversitäts Spital Zürich: Telefon Tel. 044 255 11 11
24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr telefonisch erreichbar.

Notfalldienst: Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Zürich: Telefon 043 499 26 26 Notfallpsychiatrischer Dienst für Kinder und Jugendliche im ganzen Kanton Zürich.

Wir informieren unsere Klientinnen und Klienten über unsere Abwesenheiten und entsprechenden praxisinternen Vertretungen.

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